35 Millionen Euro für mehr Sicherheit im Mölltal

Im Mölltal werden in den kommenden Jahren insgesamt 35 Millionen Euro in den Schutz vor Wildbächen, Hochwasser und weiteren Naturgefahren investiert. Die genehmigten Schutzprojekte stärken die Sicherheit der Bevölkerung, schützen Häuser und Infrastruktur und leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Lebensqualität im gesamten Tal.

„Das Mölltal hat mehrfach erlebt, welche enorme Kraft Unwetter, Vermurungen und Hochwasser entwickeln können. Schutzmaßnahmen sind daher keine abstrakten Bauprojekte, sondern konkrete Vorsorge für Menschen, Häuser, Verkehrswege und die Zukunft unserer Gemeinden“,

betont Kärntens Wasserreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.

„Die 35 Millionen Euro sind eine Rekordinvestition in die Sicherheit und Lebensqualität des gesamten Tals.“

Langfristige Finanzierung bis 2030 gesichert

Von 2020 bis 2025 wurden im Mölltal jährlich durchschnittlich zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen investiert. Mit der nun fixierten Rahmenfinanzierung von insgesamt 35 Millionen Euro für den Zeitraum von 2025 bis 2030 kann dieser Weg konsequent fortgesetzt werden.
Die Mittel fließen unter anderem in Wildbach- und Hochwasserschutzprojekte, Verbauungen, Instandhaltungsmaßnahmen und die Wiederherstellung wichtiger Schutzfunktionen. Dadurch werden Siedlungsgebiete, Verkehrsverbindungen und zentrale Infrastruktur besser vor den Folgen künftiger Extremwetterereignisse geschützt.

„Schutz vor Naturgefahren erfordert langfristige Planung, verlässliche Finanzierung und starke Partner vor Ort“,

erklärt Lagger-Pöllinger.

„Mein Dank gilt dem Bund, der Wildbach- und Lawinenverbauung, den zuständigen Landesabteilungen, der Landesstraßenverwaltung, den Energieunternehmen, dem Wasserverband Mölltal und allen beteiligten Bürgermeistern. Sie alle übernehmen Verantwortung dafür, dass das Mölltal sicherer und widerstandsfähiger wird.“

Experten beraten über weitere Schutzmaßnahmen

Anlässlich eines zweitägigen Besuchs hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter des zuständigen Bundesministeriums wurden bereits umgesetzte, laufende und geplante Schutzprojekte im Mölltal besichtigt. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden des Wasserverbandes Mölltal und den Fachleuten der Wildbach- und Lawinenverbauung wurden die nächsten Arbeitsschwerpunkte abgestimmt. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehörten unter anderem Sektionsleiterin Elfriede Moser, der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung im Forsttechnischen Dienst Florian Rudolf-Miklau, Kärntens WLV-Sektionsleiter Stefan Piechl sowie Gebietsbauleiter Wilfried Klaus. Rudolf-Miklau bezeichnet die langjährige Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Mölltal als beispielgebend:

„Die Kooperation mit dem Wasserverband Mölltal ist seit vielen Jahrzehnten ein Vorzeigemodell für den Schutz vor Naturgefahren im alpinen Raum.“

Auch Stefan Piechl unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit:

„Der Wasserverband Mölltal mit seinen zwölf Mitgliedsgemeinden ist ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, die Bevölkerung vor Naturgefahren zu schützen. Wichtige Schwerpunkte sind derzeit die Wiederherstellung verloren gegangener Objektschutzwälder und bedeutende Projekte im Hochwasserschutz.“

Wasserverband seit 1969 wichtiger Partner

Der Wasserverband Mölltal wurde 1969 von den zwölf Mölltaler Gemeinden als Reaktion auf die verheerenden Hochwasserkatastrophen der Jahre 1965 und 1966 gegründet. Nach eigenen Angaben war er der erste Wasserverband Österreichs. Seither ist er ein zentraler Partner bei der Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen in der Region. Der Großkirchheimer Bürgermeister und Obmann des Wasserverbandes, Peter Suntinger, hebt die Bedeutung des fachlichen Austauschs hervor:

„Es ist eine große Freude, dass wir gemeinsam mit den Verantwortlichen des Bundes und den Fachleuten der Wildbach- und Lawinenverbauung die Schutzprojekte im Mölltal besichtigen und die nächsten Schritte abstimmen konnten.“

Der Obervellacher Bürgermeister und stellvertretende Verbandsobmann Arnold Klammer betont die historische Verantwortung des Verbandes:

„Der Wasserverband Mölltal wurde nach den schrecklichen Hochwasserkatastrophen von 1965 und 1966 zum Schutz unserer Bevölkerung gegründet. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werden wir auch in Zukunft gemeinsam fortführen.“

Vorsorge schützt Menschen und Lebensräume

Für Lagger-Pöllinger ist klar, dass Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren angesichts häufiger auftretender Extremwetterereignisse weiter an Bedeutung gewinnen.

„Naturgefahren lassen sich nicht verhindern. Aber wir können vorsorgen, Risiken reduzieren und unsere Gemeinden widerstandsfähiger machen“,

so die Landesrätin abschließend.

„Genau das passiert im Mölltal seit vielen Jahren mit großem Engagement. Diesen Weg werden wir gemeinsam konsequent weitergehen.“